Kommunen im Austausch: Energiewende aktiv gestalten

Allein zu klein? Gemeinsam wirksam – Interkommunale und privat-öffentliche Kooperationen für die Energiewende

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Freitag, 13. Mär 2026 von 09:30 bis 12:00 Uhr

VeranstaltungstitelAllein zu klein? Gemeinsam wirksam – Interkommunale und privat-öffentliche Kooperationen für die Energiewende
Leitfrage der VeranstaltungMit welchen Modellen der interkommunalen und privat-öffentlichen Kooperation können kleine Kommunen zusätzliche Wirkung für die Energiewende entfalten – und was ist dabei zu beachten?
VeranstaltungsortDigitalveranstaltung
DatumFreitag, 13. März 2026, 9.30 - 12.00 Uhr (Veranstaltung abgeschlossen)

Veranstaltungsbeschreibung

Viele kleine Kommunen stehen vor ähnlichen Herausforderungen: begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen, steigende Anforderungen und zugleich große Potenziale für Klimaschutz, Wertschöpfung und Versorgungssicherheit. Interkommunale und öffentlich-private Kooperationen können helfen, diese Potenziale zu heben – wenn sie gut gewählt und klug gestaltet sind.

Im Zentrum dieser Digitalveranstaltung stand die Frage, wie Kommunen gemeinsam mehr erreichen können: Welche Formen der interkommunalen Zusammenarbeit gibt es? Wo liegen ihre Stärken und Grenzen? Und wie gelingt es, Kooperationen systematisch anzubahnen und erfolgreich umzusetzen?

Ablauf & Dokumentation

ProgrammpunktErläuterungDokumentation
Begrüßung
Agenda und Hintergrund der Veranstaltung
Philipp Deichmann, PD - Berater der öffentlichen Hand
Kaspar Tyrichter, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Vorstellung des Veranstaltungsprogramms sowie der BULEplus-Veranstaltungsreihe "Kommunen im Austausch: Energiewende aktiv gestalten" der Kompetenzstelle Ländliche Entwicklung (KomLE) in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)../.
Fachvortrag 1:
Organisations- und Kooperationsmodelle im Überblick:
Wege kommunaler Zusammenarbeit
Christoph Brüning,
Direktor des Instituts für öffentliches Wirtschaftsrecht und Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sowie Präsident des Schleswig-Holsteinischen Landesverfassungsgerichts
In seinem Vortrag gab Prof. Dr. Christoph Brüning einen systematischen Überblick über Organisations- und Kooperationsmodelle, mit denen Kommunen gemeinsam mehr Wirkung entfalten können. Im Mittelpunkt standen dabei informelle Formen der Zusammenarbeit (z. B. Netzwerke), öffentlich-rechtliche Organisationsmodelle (z. B. Zweckverbände oder Anstalten des öffentlichen Rechts) sowie privatrechtliche Strukturen (z. B. GmbH).

Der Vortrag ordnete diese Modelle ein und beleuchtete ihre jeweiligen Vor- und Nachteile – etwa mit Blick auf Steuerungsmöglichkeiten, Risiko- und Haftungsfragen, wirtschaftliche Spielräume sowie administrativen Aufwand.
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Fachvortrag 2:
Die Initiierung von Kooperationen: Worauf es zu Beginn ankommt
Yolanda Arias Jiménez, PD - Berater der öffentlichen Hand
Der zweite Fachvortrag vermittelte Prozesswissen zu der Frage, wie man als Kommune eine stabile Kooperation initiiert und worauf man in der Frühphase achten sollte.Aufzeichnung des Vortrags

Präsentation
Veranstaltungspause
Praxisbeispiel 1:
Kommunen teilen sich gemeinsames Fachpersonal
Andreas Müller, Landkreis Böblingen
Andreas Müller teilte seine Erfahrungen, die er in seiner bisherigen beruflichen Karriere mit verschiedenen Modellen des geteilten Fachpersonals gemacht hat.Aufzeichnung des Vortrags
Praxisbeispiel 2:
Kommunen gründen eine gemeinsame Ideenschmiede
Jan Streibel, GUT Haßberge mbH
Der Landkreis Haßberge, die 26 Gemeinden des Landkreises sowie weitere Gesellschafter haben im Jahre 2011 die Gesellschaft zur Umsetzung erneuerbarer Technologieprojekte im Landkreis Haßberge mbH (kurz: GUT Haßberge mbH) gegründet. Die GUT fungiert als "Ideenschmiede" für Fragen einer möglichen Nutzung erneuerbarer Energien im Landkreis Haßberge. Sie prüft die Möglichkeiten der Umsetzung entsprechender Energieerzeugungsprojekte und plant diese bis zu deren Umsetzungsreife.
 
Jan Streibel, Projektmanager bei der GUT Haßberge mbH, teilte in seinem Vortrag Einblicke in die Genese und Arbeitsweise der Organisation.  
Aufzeichnung des Vortrags
Praxisbeispiel 3:
Was für eine Kooperation mit Akteuren der Privatwirtschaft wichtig ist
Andreas Herschmann, Vorstand der Bürgerenergiegenossenschaft im Landkreis Pfaffenhofen
Als Vorstand der Bürgerenergiegenossenschaft im Landkreis Pfaffenhofen sowie Mitglied des Kreistags und Stadtrats kennt Hr. Herschmann beide Perspektiven: die der Kommune und die eines privatwirtschaftlichen Unternehmens.

In seinem Kurzvortrag reflektierte er seine gesammelten Erfahrungen, insbesondere zu der Frage, was eine erfolgreiche Partnerschaft zwischen Kommune und Privaten ausmacht.
Aufzeichnung des Vortrags
Offene Diskussionsrunde
Beantwortung offener Fragen und Reflexion des Gelernten
Philipp Deichmann, PD - Berater der öffentlichen Hand

Christoph Brüning,
Direktor des Instituts für öffentliches Wirtschaftsrecht und Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sowie Präsident des Schleswig-Holsteinischen Landesverfassungsgerichts

Andreas Herschmann, Vorstand der Bürgerenergiegenossenschaft im Landkreis Pfaffenhofen

Jan Streibel, GUT Haßberge mbH
Im Gespräch mit Prof. Brüning, Hr. Herschmann und Hr. Streibel werden Fragen rund um das Thema kommunale Kooperationen vertieft. Dabei haben auch die Teilnehmenden die Möglichkeit, Fragen an die Experten zu richten.

Anschließend können die Teilnehmenden ihr erlangtes Wissen zum Thema Organisations- und Kooperationsmodelle in einem Quiz testen.

Zeitgleich zu diesem Programmpunkt findet das optionale Angebot der kollegialen Fallberatung in zwei Kleingruppen statt (s. nächste Tabellenzeile).
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Kollegiale Fallberatung (optional)
Kommunale Mitarbeitende geben sich zu einer konkreten Herausforderung Hilfestellung

Kleingruppe 1:
In einem Landkreis soll die Pyrolyse bzw. die Nutzung von Pflanzenkohle aus Gründen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung etabliert werden. Dafür sind die verschiedenen Interessensgruppen einzubinden und teilweise noch für das Thema zu gewinnen. (Interessensgruppen: Wärmeabnehmer, Landwirte (zum Einsatz der Pflanzenkohle), Unternehmen (zur Abnahme der CO2-Zertifikate), Abfallwirtschaft, Lieferanten von holzigen Reststoffen)

Fragestellung: Wie kann die Nutzung der Pyrolysetechnik im Landkreis in Kooperation mit der Verwaltung etabliert werden?

Kleingruppe 2:
In einem Amtsgebiet aus 17 kleinen Kommunen (300 - 5.000 Einwohner) speisen viele von externen Investoren errichtete Erneuerbare-Energien-Anlagen Strom ein, deren Produktion dreimal so groß ist wie der Verbrauch im Amtsgebiet. Doch ein Großteil fließt aus der Region, fossiles Gas deckt 80 % des Wärmebedarfs, und der Profit von Bürgern und Gemeinden ist gering. Die Kommunen sind allein zu klein für große EE-Anlagen. Wie können sie sich zusammenschließen?


Fragestellung: Wie kann eine Energiegemeinschaft so aufgebaut und organisiert werden, dass mehrere kleine Gemeinden gemeinsam ihre erneuerbaren Potenziale vor Ort nutzen und eine dauerhaft tragfähige regionale Energieversorgung erreichen?


Die kollegiale Fallberatung ist ein strukturiertes Verfahren, bei dem ein Team gemeinsam einen beruflichen Fall einer Person (der Fallgeberin oder des Fallgebers) reflektiert und Lösungsansätze entwickelt. Der Ablauf folgt diesen Schritten:

(1) Die fallgebende Person (hier bereits vorab festgelegt) beschreibt kurz und präzise die Situation, das Problem und den Anlass der Beratung. Die Gruppe hört zu, ohne zu unterbrechen.

(2) Die fallgebende Person formuliert, wobei sie Unterstützung braucht – z. B. Ideen, Einschätzungen, Handlungsoptionen.

(3) Die Gruppe stellt klärende Fragen, um den Fall vollständig zu verstehen. Keine Bewertungen, keine Lösungsvorschläge.

(4) Die Gruppe diskutiert mögliche Perspektiven, Hypothesen und Lösungsansätze. Die fallgebende Person hört zu, beteiligt sich aber nicht aktiv.

(5) Die fallgebende Person sagt, welche Impulse hilfreich waren und was sie mitnimmt.

Die Moderation in der Kleingruppe wird vom Veranstaltungsteam übernommen.
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Reflexion der kollegialen Fallberatung
Was wurde in den Kleingruppen diskutiert und welche Ergebnisse wurden erreicht?
Moderationsteam von PD - Berater der öffentlichen Hand
Die Ergebnisse der kollegialen Fallberatungen und die Erfahrungen mit dem Format wurden kurz im Plenum vom Veranstaltungsteam vorgestellt und reflektiert../.
Veranstaltungsabschluss
Wie hat Ihnen die Veranstaltung gefallen? Welche weiteren Veranstaltungen sind geplant?
Philipp Deichmann, PD - Berater der öffentlichen Hand
Das Veranstaltungsteam gab einige abschließende Hinweise und einen Ausblick auf weitere geplante Veranstaltungen../.

Details:

Datum:

Freitag, 13. Mär 2026

Zeit:

09:30 - 12:00 Uhr